Avocados gibt's jetzt auch fettreduziert

Die erste fettreduzierte Avocado kommt aus Spanien.
Foto: Isla Bonita

Zu kaufen wird es die Diät-Avocado vorerst nur in Spanien geben.

13.10.2017, 05:56

Es war wohl nur eine Frage der Zeit, bis die Lebensmittelindustrie eine fettreduzierte Avocado erfinden würde. Das Projekt "Diät-Avocado" wurde von der spanischen Marke Isla Bonita des Konzerns Eurobanan in Angriff genommen. Nun steht die Aguacate Light kurz vor der Markteinführung.

30 Prozent weniger Fett

Mit einem um 30 Prozent geringeren Fettanteil als herkömmliche Avocados soll die Butterfrucht figurbewusste Kunden anlocken. Die neuartige Avocadoart würde sich "perfekt in das wachsende Gesundheitsbewusstsein der Konsumenten einfügen", erklärte Ramón Rey, Leiter der Marketingabteilung bei Eurobanan, gegenüber Fruitnet.

"Mild" im Geschmack soll die Avocado laut Rey sein, bei "noch saftigerem" Fruchtfleisch. Außerdem soll die Diät-Avocado auch langsamer oxidieren, heißt: Das Fruchtfleisch wird weniger schnell bräunlich, wenn es der Luft ausgesetzt ist. Laut Fuitnet wurde die Markteinführung der Aguacate Light bereits von der spanischen Gesundheitsbehörde genehmigt.

Isla Bonita bewirbt das Produkt als "ideale Zutat für Smoothies, kalte Suppen und Cocktails". Die offizielle Markteinführung erfolgt im Rahmen einer Handelsmesse in Madrid Ende Oktober, wie Grub Street, ein vom New York Magazine betriebener Food Blog, berichtet.

Avocados in aller Munde

Avocados sind am Markt seit geraumer Zeit enorm gefragt. In der Gastronomie ist die Frucht von Frühstückstellern nicht mehr wegzudenken, privat wird die Avocado gerne kunstvoll drapiert und via Instagram geteilt.

Beliebt ist die Avocado auch aufgrund ihrer gesunden Inhaltsstoffe. Eine Avocado am Tag ist gut fürs Herz und hilft dank ungesättigter Fettsäuren, den Cholesterinspiegel zu verbessern, insbesondere bei übergewichtigen und fettleibigen Menschen. Das ging 2015 aus einer Studie im Fachmagazin Journal of the American Heart Association hervor. Eine weitere Studie der Ohio State University zeigte, dass Avocados die Aufnahme von Beta-Carotin aus anderen Gemüsesorten vervielfachen. Außerdem unterstützen sie den Körper beim Umwandeln in Vitamin A.

Doch das gesunde Potenzial der Frucht ist trügerisch: Avocados liefern immerhin 200 Kalorien pro 100 Gramm bei einem Fettgehalt von ca. 30 Prozent (15g/100g). Hauptfettquelle ist die enthaltene Ölsäure.

Der Hype um die Butterfrucht hat auch drastische Folgen: Im weltgrößten Anbauland Mexiko führt der Boom zur illegalen Abholzung von Wäldern. Umweltschützer warnen vor den Folgen für Ökosystem und Sozialgefüge (mehr dazu hier).

(kurier/pama)

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