Richard Gere erklärt, warum er keine Rollen bekommt

Foto: APA/dpa/Kay Nietfeld

Hollywood will dem Schauspieler aus einem bestimmten Grund keine Rollen mehr geben.

21.04.2017, 06:03

Richard Gere hat sich nach einer sehr langen Rollen-Flaute wieder langsam ins Filmbiz zurückgekämpft. Zu den wirklich großen Stars zählt der Schauspieler aber nach wie vor nicht.

Gere selbst erklärte nun erstmals den Grund: Er ist sich sicher, dass seine Unterstützung für Tibet schlecht für seine Karriere war. 1993 wütete er bei der Oscar-Verleihung gegen China und die prekären Arbeitsbedingungen dort. Er sprach damals vor Milionen von Zusehern von einer "verherrenden Menschenrechtsstiuation". Später rief er zu einem Boykott der Olympischen Spiele in Peking auf.

The Dalai Lama Tenzin Gyatso, left, stands by acto… Foto: AP/Luca Bruno

China verhindert Rollen

China macht nun aber inzwischen den zweitgrößten Kinomarkt der Welt aus - daher seien seine Jobs immer weniger geworden, so Gere. Denn sei Kritik sei nicht vergessen worden.

Der Hollywood Reporter erzählt er: "Es gibt sicherlich Filme, in denen ich nicht spielen kann, da die Chinesen sagen würden 'Nicht mit ihm'. Ich hatte kürzlich einen Vorfall, da sagte jemand, er könne den Film nicht mit mir finanzieren, da es sonst die Chinesen beleidigen würde."

93565_4817bee0ed7d305827968b2a764b8533_1280re0.jpg Foto: verleih

Sein Film wurde verboten

1997 erschien der Thriller "Red Corner - Labyrinth ohne Ausweg", in dem Geres Rolle unschuldigerweise des Mordes in China bezichtigt wird. Die Macher des Films waren eigentlich zufrieden, doch plötzlich wurde der Streifen aus dem Programm genommen.

"Jeder war glücklich mit dem Film. Ich bekam lobende Anrufe von den obersten Studienbossen. Ich ging zu Oprah Winfrey ins Fernsehen. Doch dann hieß es plötzlich, ich solle keine PR mehr machen. 'MGM' wollte einen großen Deal mit den Chinesen aushandeln. Aber China sagte denen, dass sie den Film nicht kaufen, wenn sie ihn veröffentlichen. Und so wurde der Streifen fallen gelassen." Der Film wurde in China verboten, da sich das Land undemokratisch dargestellt fühlte.

Regisseur abgesprungen

Bei einem anderen Filmprojekt habe ihm der chinesische Regisseur zwei Wochen vor Drehbeginn abgesagt. "Wenn ich mit ihm gearbeitet hätte, hätte seine Familie nie wieder das Land verlassen und er hätte nie wieder arbeiten dürfen."

o-PRETTY-WOMAN-1990-facebook.jpg Foto: verleih

Dem "Pretty Woman"-Darsteller sei es aber egal, dass er nicht mehr bei den großen Hollywood-Blockbustern mitspielen könne. Er genieße seine Arbeit. Auch wenn die Rollen vielleicht ewtas kleiner sind ...

In einigen Tagen läuft der Thriller "The Dinner" an, in dem er mit von der Partie ist.

(kurier/mich)

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