14 Monate Sperre für prügelnden Klub-Boss

Skandal-Boss Christian Constantin schlug zu und zeigte keine Reue.
Foto: AP/Olivier Maire

Zudem muss Sion-Präsident Christian Constantin für seinen Ausraster 100.000 Franken Strafe zahlen.

12.10.2017, 11:39

Der Präsident des Schweizer Erstligisten Sion, Christian Constantin, hat die Rechnung für den von ihm verursachten Skandal bekommen. Der schwerreiche Unternehmer, der nach dem Gastspiel seines Klubs in Lugano die Fassung verloren hatte und auf den TV-Experten Rolf Fringer losgegangen war, wird von der Liga für 14 Monate gesperrt. Constantin ist für die Dauer seiner Sperre der Zutritt zu allen Stadien, zum Spielfeld, aber auch zur Mannschaftskabine und zur sogenannten Mixed Zone verwehrt.

Zudem bekam der 60-Jährige, der immer wieder für einen Skandal gut ist, eine Geldstrafe in Höhe von 100.000 Schweizer Franken aufgebrummt.

Im Interview - ausgerechnet bei Fringers Arbeitgeber, dem Bezahlsender Teleclub - hatte sich Constantin nach dem Vorfall wenig reumütig gezeigt. "Rolf Fringer hat mich in dieser Woche in einem Artikel kritisiert und schlecht behandelt. Ich habe diesen Fall mit ihm geregelt. Ich habe ihn geschlagen und in den Hintern getreten. Das hat gut getan." Auf die Frage, ob sich ein Vereinspräsident so verhalten könne, antwortete Constantin knapp: "Nein."

Wiederholungstäter

Da Constantin vor neun Jahren in einem ähnlichen Fall - damals hatte er einen Schiedsrichter-Assistenten angegriffen - fiel das Urteil nun umso härter aus. Der streitbare Klubchef kann innerhalb von fünf Tagen Berufung einlegen. Sein Amt als Sion-Präsident kann er aber ohnehin weiter ausüben. Lediglich in die Stadien darf er an Spieltagen nicht mehr.

Es liegt in der Familie

Sein Sohn Barthelemy Constantin soll vor dem Angriff seines Vater sogar Morddrohungen gegenüber Fringer ausgesprochen haben. Das Verfahren gegen Sions Sportchef läuft aber noch.

(Kurier/mod)

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