Ku-Klux-Klan: Rassismus unter weißen Kapuzen

Aufnahme aus dem Jahr 1923: Ku Klux Klan reiten durch die Straßen von Tulsa, Oklahoma.
Foto: AP/ap

Der Geheimbund wurde mehrmals aufgelöst und wiedergegründet.

13.08.2017, 12:10

Die gewalttätigen und tödlichen Ausschreitungen in Charlottesville, US-Bundesstaat Virginia, bringen den Ku-Klux-Klan wieder in die Schlagzeilen. Was steckt dahinter?

Chronologie

Der rassistische Ku-Klux-Klan wurde in seiner ursprünglichen Form 1865 im US-Staat Tennessee gegründet. Mit Morden an Afroamerikanern und Attentaten auf Politiker kämpfte der Geheimbund gegen die Abschaffung der Sklaverei. Bei nächtlichen Überfällen trugen Mitglieder weiße Kutten mit Kapuzen und verbreiteten mit brennenden Kreuzen Angst und Schrecken. 1882 wurde die Organisation für verfassungswidrig erklärt und aufgelöst.

Wider Image: Inside The Ku Klux Klan Foto: REUTERS/JOHNNY MILANO Vor gut 100 Jahren - 1915 - erfolgte die Neugründung bei Atlanta (Georgia). Der Klan soll um 1925 vier Millionen Mitglieder gezählt haben. Auch unter dem Namen "Knights of the Great Forest" (Ritter des großen Waldes) ging er gegen Menschen anderer Hautfarbe und religiöse Minderheiten vor.

1944 wurde der Bund erneut aufgelöst, diesmal wegen Steuerschulden. Er nahm seine Aktivitäten aber nach wenigen Jahren erneut auf.

FILE - In this April 16, 1976 file photo, Bill Wil… Foto: AP/ap Bill Wilkinson (r.), ein Anführer des Ku Klux Klans, mit Bodyguard; April 1976 Nach Aufhebung der Rassentrennung in den 1960er-Jahren erhielt der Klan wieder Zulauf. Bei Mordanschlägen und Bombenexplosionen seiner Aktivisten auf die schwarze Bürgerrechtsbewegung wurden mehrere Menschen getötet.

Seit den 1990er-Jahren greift der Klan gezielt schwarze Kirchengemeinden an.

Tausende Mitglieder in unabhängigen Gruppen

In this Friday, Dec. 2, 2016 photo, two masked Ku … Foto: AP/Jay Reeves Nach Schätzungen zählt der Ku-Klux-Klan in den USA heute bis zu 8000 Mitglieder in mehreren unabhängigen Gruppen, die unter seinem Namen auftreten. Sie knüpften Kontakte zu Rechtsextremisten im Ausland. Die "Europäischen weißen Ritter vom brennenden Kreuz" (European White Knights of the Burning Cross) gelten als Ableger auch in Deutschland.

(APA, dpa/sho)

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