Superman kämpft jetzt gegen Rassisten

Superman
Foto: AP/Jae C. Hong

In einer neuen Ausgabe der US-Comicserie "Action Comics" verhindert Superman die rassistisch motivierte Ermordung von Einwanderern.

14.09.2017, 09:27

Superman hat eine neue Mission: Die Comicfigur kämpft nicht mehr gegen zerstörerische Außerirdische oder böse Superreiche, sondern gegen Rassisten. In der jüngsten Ausgabe der US-Comicserie "Action Comics", die seit 1938 Abenteuer veröffentlicht, stoppt Superman einen Fabrikarbeiter, der seinen Job verloren hat und sich dafür an Einwanderern rächen und diese töten will.

Armer Arbeiter als Bösewicht

Im blauen Hemd, mit rot-weiß-blauem Stirnband und Schnurrbart entspricht der Bösewicht des neuen Comics sämtlichen Klischees eines armen Arbeiters in den USA. Mit einer Schusswaffe in der Hand bedroht er verschleierte Frauen, beschimpft Arbeiter aus Lateinamerika und beschuldigt sie, ihm seinen Arbeitsplatz weggenommen zu haben.

"Du arbeitest für wenig Geld, Du sprichst kein Englisch, so dass Du nicht widersprechen kannst oder mehr Geld verlangen kannst. Du hast mir meinen Job weggenommen! Meine Existenz! Dafür sollst Du zahlen", wütet er und eröffnet das Feuer. Genau in diesem Moment tritt Superman dazwischen und lässt die Kugeln an seiner Brust abprallen.

"Die einzige Person, die verantwortlich für die Dunkelheit ist, die Deine Seele erstickt, bist Du selbst", lautet die Botschaft des Comic-Helden an sein Gegenüber.

Mit dem neuen Superman-Abenteuer greift die Comicserie die rassistisch motivierte Gewalt der vergangenen Jahre auf. In Charlottesville im Bundesstaat Virginia war Mitte August bei einer Demonstration rechter Gruppen eine Gegendemonstrantin getötet worden, als ein mutmaßlicher Neonazi mit einem Auto in die Menge fuhr. 2015 hatte Dylann Roof, ein bekennender Anhänger des Ku Klux Klans, in einer Kirche in Charleston neun Schwarze ermordet.

(APA/pama)

Einen neuen Kommentar hinzufügen

( Abmelden )
Antworten folgen
Posts anzeigen
Posts schließen
Melden Sie den Kommentar dem Seitenbetreiber. Sind Sie sicher, dass Sie diesen Kommentar als unangemessen melden möchten?
    © 2017 kurier.at Hosted & Connected by