Getanztes, gesprungenes, gespieltes Grundsatz-Manifest

Rainer Berson
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"Quartier 2030": Junge Performer_innen bespielen viele Orte im Wiener MuseumsQuartier. Das Publikum geht auf Wanderschaft zu Gedanken einer saubereren Zukunft.

24.09.2016, 21:01

Die Zukunft beginnt nicht jetzt, sie ist schon da. Will die Performance „Quartier 2030 - Die Stadt sind wir“ immer wieder sagen. Manchmal auch zeigen. Hin und wieder, vielleicht für den eigenen Anspruch zu selten, werden dazu auch Fragen aufgeworfen, gestellt und geht’s auch um die Einbeziehung der Zuschauer_innen.

Neue Blickwinkel aufs Wiener MuseumsQuartier

Quartier 2030, Dschungel Wien Foto: Rainer Berson Eineinhalb Dutzend junge Performer_innen, Tänzer_innen, Musiker_innen spielen kleine Szenen quer übers Wiener MuseumsQuartier verstreut. Das Publikum wandert – paarweise, zusammengefunden durch zusammenpassende Papier- oder Stoffteile – von einer Station zur anderen. Dabei ergeben sich auch für regelmäßige MQ-Gäste die einen oder anderen neuen Perspektiven, etwa wenn von einer Stiege aus ein Dach der Kunsthalle zur Bühne einer Tanzaufführung eines multikulturellen Paares wird. Oder auf dem Dach eines Containers eine Performerin im Rollstuhl sitzt und bunte Luftballons mit Botschaften zu Boden lässt. Oder eine andere hinter der Glastür eines Lokals im Q21 Botschaften schreibt und später „befreit“ die Gäste fragt, was sie mit 1000 € Grundeinkommen tun würden, um dies außen an eine andere Glasfront zu schreiben.

Müll-Vermeidung und Recycling

Quartier 2030, Dschungel Wien Foto: Rainer Berson In einer eher versteckten Ecke hat sich's ein Performer auf einer Liege aus PET-Flaschen gemütlich gemacht und philosophiert über den Müll, die Wegwerf- und Konsumgesellschaft. In einem anderen Winkel treffen eine Gitarristin und Sängerin eine zeitgenössische Tänzerin und ein Parcours-Läufer aufeinander. Der Weg zu ihnen ist von Papp-Schildern mit politischen Botschaften gesäumt. Dass wir 99% unseres Zeugs nicht brauchen würden... - wobei dies – dies sei angemerkt - eher ein „Luxusproblem“ sein dürfte. Milliarden von Menschen haben nicht so viel, dass sie nur 1 % dessen brauchen würden!

In einer Box im Hof wo sich das Architekturzentrum befindet, wartet eine Performerin mit zwei Laptops auf Mitwirkende, um online im Wettbewerb nach „good News“ zu suchen und diese anzuführen.

Was ist wichtiger?!

Dschungel Wien, MuseumsQuartier, Quartier 2030 Foto: Heinz Wagner Ist Demokratie wichtiger oder Wirtschaft, oder...? Mit auf Kartons – in verschiedenen Sprachen und Schriften geschriebenen Begriffen wie den beiden genannten beginnt der Rundgang beim Eingang zum Dschungel Wien. Der Performer schlichtet die Begriffe zu einem Turm auf, den er immer wieder umsortiert, fallweise hochhebt und damit mit einem fragilen Begriffsgebilde auf und ab wandert.

Achja, die mitwandernden Zuschauer_innen kriegen einen MQ-Plan in die Hand, der sich durch viel Grün auszeichnet. 2030 soll, so die Protagonsit_innen viel mehr begrünt sein. Und fallweise zwischen Kunsthalle und Hofstallungen usw. auftauchende Autos „sind Relikte aus der Vergangenheit des frühen 21. Jahrhunderts, die sind heute nur da, weil wir einen historischen Film drehen...“ Und die Gebäude im MQ tragen fantasievolle Namen wie Wunderseum, Traumraum, Ort der Genesung oder Waldbox, wo das Warten ein Ende hat...

 

Mehr Fotos  von einigen der Stationen

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Infos

Quartier 2030 - Die Stadt sind wir
Dschungel Wien & TheaterFoxfire
ab 13 Jahre; ca. 100 Minuten

 

Konzept: Corinne Eckenstein, Claudia Seigmann
Regie: Claudia Seigmann
Schreibwerkstatt: Claudia Tondl
Ausstattung: Devi Saha
Produktion: Alexandra Hutter
Regieassistenz: Matthias Kreinz
Produktionsassistenz: Annamária Waliczky
Performance: Mona Abdel Baky, Bagher Ahmadi, Zulla Ahmetovic, Cecilia Kukua Boagyam, Claudia Carus, Adil Major Embaby, Emil Felhofer, Gat Goodovitch, Ljubica Jakšić, Cat Jimenez, Britt Kamper, Amin Khawary, Yuria Knoll, Ayla Mandoj, Jules Mekontchou, Yigitcan „Raul“ Toker, Caroline Weber

 

Wann & wo?
Bis 30. September
MuseumsQuartier
Telefon: 01/522 07 20-20
www.dschungelwien.at

(kiku/kiku-heinz)

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