Schilder fürs Chadar Jeladim

Heinz Wagner
Foto: Heinz Wagner
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Der KiKu begleitete einige Kinder im Jüdischen Museum bei einer Entdeckungstour, bei der auch einige hebräische Wörter gelernt wurden.

19.03.2017, 18:35

Auf einem der gelben quadratischen Post its steht mit Bleistift handschriftlich geschrieben KOSS. Es klebt – wie 41 andere auch kreuz und quer auf dem Boden vor Bildern oder Vitrinen in drei der vier Stockwerken des Jüdischen Museum Wien in der Dorotheergasse. In der Vitrine stehen einige Trinkgläser bzw. Becher aus Metall. An anderer Stelle, an der ebenfalls Trinkgefäße zu finden sind, ist ein Becher auf dem Post it davor aufgezeichnet und noch ein drittes Mal kommen solche vor – da steht dann das hebräische Wort für Becher – Koss – in hebräischen Buchstaben.

Jüdisches Museum Wien, Hebräisch-lernen Foto: Heinz Wagner Dasselbe spielt sich mit KETER ab – und dabei handelt es sich um Kronen. Iris, Sophia, Joseph und Samuel entdecken beim Workshop „Hebräisch für (junge) AnfängerInnen“ an diesem Sonntag Nachmittag Objekte im Museum, und das Haus selbst.

Aleph, Beth...

Vor der Tour haben sie schon beim ersten Treffpunkt im Atelier herausgefunden, dass Hebräisch von rechts nach links – übrigens genau so wie Arabisch – geschrieben und gelesen wird. Und dass es eigentlich keine Vokale gibt – außer Aleph (a). Die anderen werden – übrigens ähnlich wie in der arabischen Schrift mit Punkten oder kurzen hochgestellten Strichen (Apostrophen) angedeutet. Oben an einer Wand ist das Alphabet aufgemalt – in der obersten Zeile die Buchstaben der Druckschrift, darunter die der Schreibschrift. Zeile 4 zeigt die Bezeichnungen der Buchstaben in deutscher Sprache und Schrift – übrigens die ersten beiden Buchstaben heißen Aleph und Beth! In der dritten Zeilen steht die Entsprechung der Buchstaben und Laute im Deutschen. Das ist nicht immer ganz einfach, so wird KiKu nicht mit dem Zeichen für Kaph sondern mit einem Qoph geschrieben. Das Kaph wird, so Edi, der an diesem Nachmittag mit Hannah das Vermittlungsprogramm durchführt, „wird nur für Wörter aus dem Hebräischen verwendet, etwa bei Kippah“ (die runde Kopfbedeckung männlicher Juden).

Türschilder

Jüdisches Museum Wien, Hebräisch-lernen Foto: Heinz Wagner Die vier genannten Kinder malen nach der Entdeckungstour mit bunten Kreiden ihre Namen – in hebräischen Schreibschrift-Zeichen auf schwarzes Naturpapier. Neben den kreiden stehen jede Menge unterschiedlichster Materialien bereit, um sie auf das Blatt zu kleben: Krepppapier, bunte Stoffbänder, verschiedenste Nudelsorten, Folien, ja sogar Gewürznelken. So entstehen kreative Schilder, die sie mit nach Hause nehmen, um ihre Kinderzimmer – chadar jeladim - zu kennzeichnen. Wer Nelken aufgeklebt hat, deren/dessen Schild riecht sogar!


Fotos...

... vom Hebräisch-Workshop im Jüdischen Museum Wien

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Infos

Jüdisches Museum Wien
1010, Dorotheergasse 11
Telefon: (01) 535 04 31
Zum Programm für Kinder & Familien

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