Frau verspottet: Ex-Playmate muss vor Gericht

Diesen Snap teilte Dani Mathers vor knapp zehn mit ihren Followern.
Foto: Snapchat

Dani Mathers, Model und ehemaliges Playmate, hatte in der Umkleide in ihrem Fitnessstudio eine nackte Frau fotografiert und sich über sie lustig gemacht. Nun muss sie sich dafür vor Gericht verantworten.

18.05.2017, 05:30

"Wenn ich es sehen muss, müsst ihr es auch". Mit diesen Worten teilte Dani Mathers, die 2015 vom Playboy zum Playmate des Jahres gekürt wurde, vor knapp zehn Monaten auf Snapchat das Bild einer nackten Frau in der Umkleidekabine ihres Fitnessstudios in Los Angeles (kurier.at berichtete). Sie hatte davor nicht um deren Erlaubnis gefragte und teilte das Bild zu ihrer eigenen Belustigung. Im Netz reagierten viele Menschen empört auf die geschmacklose Aktion, die für Mathers schwerwiegende Konsequenzen nach sich zog.

Unmittelbar nach dem Vorfall zeigte sich Mathers einsichtig und entschuldigte sich auf Twitter für ihr Verhalten. Doch sie verlor ihren Job bei einem Radiosender und auch der Playboy kündigte ihr die Zusammenarbeit auf. Unter dem Hashtag #ArrestDaniMathers forderten wütende Menschen die Festnahme des Models. Das Fitnessstudio, in dem Mathers das Bild aufgenommen hatte, erteilte ihr Hausverbot und meldete den Vorfall der Polizei.

Dani Mathers, 28, the 2015 Playmate of the Year, p Foto: REUTERS/KEVORK DJANSEZIAN Dani Mathers bei der Auszeichnung zum Playmate des Jahres.

Gnadengesuche abgelehnt

Nun muss sich das frühere Playmate tatsächlich vor Gericht wegen des Vorwurfs von "Body Shaming", also der öffentlichen Äußerung von abfälligen Kommentaren zum Aussehen von Dritten, verantworten. Die heute 30 Jahre alte Mathers hatte bereits mehrmals Gnadengesuche gestellt, diese wurden von den Justizbehörden jedoch abgelehnt. Am Montag scheiterte sie bei einer Anhörung vor einem Stadtgericht in Los Angeles erneut mit ihrem Versuch, einen öffentlichen Prozess zu verhindern.

Dana Cole, die Anwältin von Mathers, hatte vor Gericht argumentiert, dass das Gesetz der Verletzung der Privatsphäre schwammig sei und nicht eindeutig genug, um jemanden dafür anklagen zu können. Sie berief sich dabei auf einen Zusatz der Verordnung, der besagt, das Opfer müsse identifizierbar sein. Das würde im Fall von Mathers nicht zutreffen. Das Argument wurde jedoch von der Anklage als "unlogisch" zurückgewiesen und die "volle Härte des Gesetzes" gegen Mathers gefordert, um potenzielle Nachahmer abzuschrecken.

Laut einem Bericht der New York Daily News ist der Richter Gustavo Sztraicher der Argumentation der Anklage gefolgt und hat den Beginn der Verhandlung nun für den 26. Mai angesetzt. Mathers muss wegen "Verletzung der Privatsphäre" und "unerlaubter Verbreitung intimer Fotos" verantworten. Bei einem Schuldspruch drohen ihr bis zu sechs Monate Haft und eine Geldstrafe.

(kurier/elmo)

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