Das Wochenende wird winterlich und klirrend kalt

Ab Freitag heißt es dick einpacken.
Foto: APA/KAI NIETFELD/DPA

Die Temperaturen kommen am Samstag oft nicht mehr über den Gefrierpunkt hinaus. Dazu verschärft eisiger Westwind die Kälte zusätzlich.

07.12.2017, 11:47

Das Wetter zeigt sich am Wochenende von seiner sehr winterlichen Seite. Bereits ab Freitag zieht eine Kaltfront mit Niederschlägen über Österreich. Am Samstag gibt es bei Schneefällen bis in tiefe Lagen Tiefstwerte von bis zu minus zehn Grad, die Höchstwerte liegen um den Gefrierpunkt. Ab Montag wird es milder, prognostizierte die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG).

Eine Kaltfront breitet sich am Freitag auf nahezu alle Landesteile mit dichten Wolken und Niederschlägen aus. Während in den nördlichen und westlichen Landesteilen bereits während der Vormittagsstunden der Niederschlag einsetzt, bleibt es weiter im Osten und Südosten bis in den Nachmittag hinein noch oft trocken. Bis zum Abend muss schließlich in allen Landesteilen recht verbreitet mit Niederschlag gerechnet werden. Die Schneefallgrenze sinkt bis zum Abend auf 300 bis 800 Meter Seehöhe. In der Nacht auf Samstag schneit es generell bis in tiefe Lagen. Der Wind dreht auf westliche Richtungen und frischt vor allem am Nachmittag oft mäßig, mitunter auch lebhaft auf. Die Temperaturen liegen in der Früh bei minus sieben bis plus ein Grad, tagsüber bei ein bis neun Grad.

THEMENBILD: WETTER/KÄLTE/FROST Foto: APA/BARBARA GINDL Der Samstag startet noch mit vielen dichten Wolken. Vor allem um den Alpenbogen schneit es noch zeitweise. Im Tagesverlauf beruhigt sich von Westen schließlich das Wetter langsam und die Chancen auf Sonnenschein steigen. Lediglich im Bergland kann es noch bis weit in den Nachmittag hinein schneien. Der Wind aus nordwestlichen Richtungen weht mäßig bis lebhaft. Minus zehn bis plus ein Grad zeigt das Thermometer in der Früh. Die Tageshöchsttemperaturen sind mit minus drei bis plus vier Grad erreicht.

THEMENBILD: WETTER / SCHNEE / FROST / KÄLTE Foto: APA/BARBARA GINDL Am Sonntag in der Früh und am Vormittag überwiegt oft noch der Sonnenschein, von Westen ziehen aber bereits Wolken einer Warmfront auf. Bis zum Abend breiten sich die Wolken auf das ganze Land aus und im Westen setzt gegen Abend auch schon Schneefall ein, der in den Niederungen aber rasch in Regen übergeht. Der Wind weht überwiegend schwach bis mäßig aus Südost bis Südwest. Nach minus zwölf bis minus zwei Grad zu Tagesbeginn sind am Nachmittag minus vier bis plus vier Grad zu erwarten.

dog ill or sleeping Foto: damedeeso/iStockphoto Für Montag war die Prognose noch sehr unsicher. Der Tag startet aber meist mit dichten Wolken und von Süden setzt Regen ein, der sich tagsüber in Richtung Norden ausbreitet. In den Karawanken sind große Niederschlagsmengen möglich. Die Schneefallgrenze steigt tagsüber auf über 2.000 Meter Seehöhe an. Im Norden und Osten lockern die Wolken tagsüber auf. Der Wind weht oft nur schwach bis mäßig, am Alpenostrand aber stark aus südlichen Richtungen. Die Frühtemperaturen liegen bei minus drei bis plus zwei Grad, die Tageshöchstwerte bei zwei bis 14 Grad, mit den hohen Werten im windigen Osten.

THEMENBILD: KÄLTE IN WIEN Foto: APA/HERBERT PFARRHOFER Am Dienstag zieht von Westen her eine Kaltfront über das Land. Damit überwiegen meist die Wolken und Regen oder Schneefall gehen nieder. Die Schneefallgrenze sinkt im Lauf des Nachmittags wieder unter 1.000 Meter Seehöhe. Der Wind weht meist schwach, im Norden auch mäßig aus West. Minus fünf bis plus elf Grad hat es in der Früh, drei bis zwölf Grad am Nachmittag, jeweils mit den hohen Werten im Osten.

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Tricks

7 Tipps, wie Sie weniger frieren

Kälteschutz geht nicht nur äußerlich. Mit diesen Tricks wappnen Sie den Körper für die kalte Jahreszeit.

Dicke Jacke, warme Schuhe und schnell ins Warme: Die kalte Jahreszeit macht sich dieser Tage bereits bemerkbar. Doch vor frostigen Temperaturen kann man sich nicht nur äußerlich schützen. Sieben Tipps, wie Sie Ihrem Körper von innen einheizen:

1. Ingwer

… Foto: KURIER/Franziska Kluger Die Inhaltsstoffe der Knolle helfen vor allem bei kalten Händen und Füßen. Ein Fußbad mit Ingwer kann rasch für Wärme sorgen und beleben. Allerdings kann es aufgrund der anregenden Wirkung bei Anwendung am Abend zu Einschlafproblemen kommen. Daher ist es besser, die Füße am Nachmittag ins wärmende Wasser zu stellen. Zubereitung: Zirka 75 g Ingwer in Stücke schneiden, mit einem Liter Wasser etwa zehn Minuten kochen lassen und den Sud ins Fußbad gießen. Ingwer wärmt auch von innen, etwa als Tee. Dazu ein paar frische Scheiben mit Schwarztee oder Wasser aufkochen und eine Scheibe Zitrone hinzugeben. Der Tee sollte fünf bis zehn Minuten ziehen. In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird zwischen frischem und getrocknetem Ingwer unterschieden: Getrockneter Ingwer ist "heißer" und intensiver, der frische ist etwas milder. Für das tägliche Ingwerwasser daher nur frischen Ingwer verwenden.

2. Suppen

noodle ranmen Japanese food… Foto: Oran Tantapakul - Fotolia/Oran Tantapakul/Fotolia Herbst und Winter sind die beste Jahreszeit für Suppe. Nicht nur die klassische Hühnersuppe, die bei Erkältungen hilft, sondern auch andere Sorten beugen Erkältungen vor, wirken entzündungshemmend und abschwellend auf die Schleimhäute. Frisch verarbeitete Kräuter und Gemüse liefern wertvolle Mineralien und Flüssigkeit. Die Wärme der Suppe kann durch Inhaltsstoffe wie Ingwer, Pfeffer und Chili gesteigert werden (siehe Punkt 7).

3. Sauna

Couple lying in sauna Foto: nyul - Fotolia/Nyul/Fotolia Draußen kalt, innen wohlig warm – jetzt kann man sich in der Sauna so richtig aufwärmen. Während eines Saunaganges steigt die Körpertemperatur im Inneren um ein bis zwei Grad an – an der Hautoberfläche steigt sie sogar um bis zu zehn Grad. Dieser Temperaturanstieg ist aber bei kalten Außentemperaturen nicht nur angenehm, sondern hat auch positive Auswirkungen auf das Immunsystem. Ähnlich wie bei Fieber reagiert der Körper mit der Aktivierung der Abwehrzellen. Durch die Wärme während der Schwitzphase – je nach Sauna hat es zwischen 70 und 100 Grad Celsius – weiten sich die Blutgefäße. Die doppelte Menge an Blut wird durch die Gefäße gepumpt, die Muskeln entspannen sich, Atem- und Herzfrequenz steigen an. Studien zeigen: Wer sechs Monate lang einmal pro Woche sauniert, ist weniger anfällig für Erkältungen und schläft zudem besser.

4. Rosmarin

Rosmarin Foto: APA/GEORG HOCHMUTH Das Öl des Küchenkrauts ist nicht nur ein Aphrodisiakum, sondern ein altes Hausmittel gegen kalte Hände und Füße. Die enthaltenen ätherischen Öle beleben den Kreislauf und fördern die Blutzirkulation. Dazu zwei bis drei Rosmarinzweige grob zerstoßen, in ein verschließbares Glas geben und mit kaltgepresstem Olivenöl bedecken. Das Ganze sechs Wochen an einem sonnigen Ort ziehen lassen, abseihen und in ein lichtgeschütztes Fläschchen füllen. Das Rosmarinöl dann mit kreisenden Bewegungen einmassieren.

5. Ausreichend Schlaf

… Foto: Kaarsten - Fotolia/Kaarsten/Fotolia Wer müde ist, friert leichter. Das beruht auf einem Kreislauf: Bei Müdigkeit schlägt das Herz langsamer, das Blut wird weniger im Körper verteilt. In der Folge werden wir noch müder und beginnen zu frösteln. Wer ausgeschlafen ist, friert deutlich weniger. Besonders in der kalten Jahreszeit sollte man daher auf seinen Körper hören und ihm die Ruhe gönnen, die er braucht.

6. Nicht zu warm anziehen

… Foto: rico287 - Fotolia/Fotolia/rico287 Nicht zu wenig, aber auch nicht zu viel – so lautet das Credo bei der Kleiderwahl an kalten Tagen. Wer sich zu luftig kleidet, riskiert Erkältungen. Wer zu dicke Pullover und Socken trägt, gewöhnt den Körper zu sehr an die Wärme. Er reagiert dann stärker bei Kälte – niedrige Temperaturen werden noch eisiger empfunden. Abhärten lautet die Devise.

7. Gewürze

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Red chili pepper on a white … Foto: Yeko Photo Studio/Fotolia Mit den richtigen Gewürzen kann man bei Kälte viel bewirken. Neben Ingwer  sorgen auch Pfeffer, Curry, Chili, Knoblauch und Zimt für innere Wärme. Die Funktion dahinter: Ihre Inhaltsstoffe steigern den Blutdruck, das regt den Blutfluss und damit die Wärmeproduktion an. In der Küche also öfter mal zu schärferen Gewürzen greifen.

(apa/dw)

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